Pressemitteilung · Lars Harms · 31.08.2017 Unsere Krabbenfischer haben sich das MSC-Siegel verdient!

Zum Einspruch des WWF gegen die gutachterlich empfohlene Auszeichnung der Krabbenfischerei mit dem MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Dieser Vorgang ist wahrlich bemerkenswert: Seit Jahren legen sich die Krabbenfischer an der Westküste ins Zeug, um alle Umweltstandards zu erfüllen. Und jetzt, da erstmals eine positive gutachterliche Empfehlung zur Verleihung des MSC-Siegels vorliegt, legt ausgerechnet MSC-Gründer WWF Einspruch ein und fordert die Einhaltung neuer Kriterien. Das ist nicht akzeptabel!  

Die Krabbenfischerei hat eine traditionelle Geschichte im Nationalpark. Sie ist Kultur und traditionelles Handwerk zugleich. Es sind ohnehin nur noch wenige Akteure im Wattenmeer aktiv - viele mussten aufgeben, und die Ertragslage ist bekanntlich weiterhin dürftig. Die Zukunft der verbliebenden Krabbenfischer und ihrer Familien darf nicht durch immer neue Anforderungen auf’s Spiel gesetzt werden. 

Dem WWF geht es um die Glaubwürdigkeit der MSC-Zertifizierung, wie sich der heutigen Ausgabe der Landeszeitung entnehmen lässt. Die ist in der Tat gefährdet. Allerdings nicht durch die Krabbenfischer, sondern vor allem, weil in der Finalrunde einfach nochmal die Spielregeln geändert werden, wenn einem das Ergebnis nicht passt. 

Kurzum: Die Krabbenfischer haben sich das MSC-Siegel verdient. Ich erwarte, dass auch die Landesregierung den Fischern an der Westküste jetzt den Rücken stärkt, um diesem unwürdigen Spiel ein Ende zu bereiten.  

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