Pressemitteilung · Lars Harms · 24.02.2015 Weitere Belastungen von der Region Ostholstein abwenden

Zu einem umfangreichen Informationsbesuch trafen sich am gestrigen Montag der Vorsitzende des SSW im Landtag im schleswig-holsteinischen Landtag, Lars Harms, und der CEO der Firma Scandlines, Søren Poulsgaard Jensen, an Bord der Fähre „Prins Richard“.

Die jüngsten Nachrichten über Verzögerungen und Kostensteigerungen beim geplanten Bau der festen Fehmarnbeltquerung und deren deutscher Hinterlandanbindung nahmen bei der intensiven Diskussion natürlich breiten Raum ein.

Zwar betonte Harms im Hinblick auf den Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark die Vertragstreue des SSW, plädierte angesichts der zu erwartenden Probleme bei der Planung und Finanzierung des Mega-Tunnels jedoch dafür, „kühl zu reagieren“ und das Vorhaben seriös durchzurechnen, schließlich seien die erheblichen Finanzmittel für das Projekt auch „an anderer Stelle in Schleswig-Holstein gut zu gebrauchen“. Harms machte dabei deutlich, dass er sich bei weiteren Kostensteigerungen und Problemen auch einem Ende des Großprojektes nicht entgegenstellen würde.

Der Fraktionsvorsitzende verwies in diesem Zusammenhang auch auf einen kürzlich im Landtag überfraktionell verabschiedeten Antrag, der von der Bundesregierung eine enge Abstimmung mit Dänemark verlangt, um weitere Belastungen von der Region Ostholstein abzuwenden.

Einig waren sich Harms und Poulsgaard Jensen darin, dass es im Falle einer Verwirklichung der Tunnelpläne faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Fähre und Maut-Tunnel geben müsse. Dies gelte für die Straßenanbindungen der Häfen ebenso wie für die Hafeninfrastruktur und die Preisgestaltung der Tunnelmaut. Die staatliche Garantie für die Darlehen zum Bau des Tunnels dürfen nicht endlos gestreckt werden um die Konkurrenz durch die Fährschifffahrt vom Markt zu verdrängen. 

Lars Harms: „Es muss normale und faire Konkurrenzbedingungen geben!“

Poulsgaard Jensen nutzte die Gelegenheit um die preisgekrönte Hybrid-Technologie der Fähren darzustellen und gleichzeitig die Chancen für eine zukünftig völlig emissionsfreie Fähre zu erläutern. Lars Harms zeigte sich von den aufgezeigten technologischen Fortschritten beeindruckt. Das Land müsse eine effektive Stromanbindung des Hafens unterstützen und beim Einwerben von EU-Mitteln behilflich sein, um den Plan von komplett batteriegetriebenen, emissionsfreien Fähren zu unterstützen.

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