Pressemitteilung · 04.07.2007 Berufsschullehrer-Ausbildung in Flensburg erhalten

Der SSW fordert die Landesregierung auf, die Ausbildung für Berufsschullehrer in den Fachrichtungen Elektro- und Metalltechnik an der Universität Flensburg zu belassen. „Dieser Lehramtsstudiengang darf nicht nach Kiel verlagert werden, nur um die CAU für den Fortgang der Realschullehrerausbildung zu entschädigen“, warnt die Vorsitzende des  SSW im Landtag, Anke Spoorendonk.

„Das Wissenschaftsministerium hat auf meine Kleine Anfrage hin erklärt, dass es erwägt, das „Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik“ (Biat) nach Kiel zu verlagern. Es gibt aber keine ausreichende sachliche Begründung dafür, dass dieser Ausbildungsgang nicht in Flensburg bleiben sollte. Das Ministerium führt zwar eine Reihe inhaltlicher Argumente auf, die für Kiel sprächen, es gibt aber ebenso viele gute Gründe diesen Studiengang in Flensburg zu belassen. Dem Biat ist es in Flensburg zudem gelungen, eine intensive Forschung in diesem Bereich auszubauen, die mit zahlreichen internationalen Forschungsprojekten verbunden ist und durch Drittmittel getragen wird.

Besonders hanebüchen ist der Hinweis  der Bildungsministerin, das Profil der Universität Flensburg würde durch eine Verlagerung der Berufsschullehrerausbildung nicht berührt. Es ist das erklärte Ziel des Landes, die Universität zu einem Zentrum für Vermittlungswissenschaften auszubauen. Hierzu gehört selbstverständlich auch die Lehre und Forschung in der beruflichen Bildung.

Der Fortgang des „Biat“ würde die Universität Flensburg entscheidend schwächen, nur um der Universität Kiel  ein paar Stellen mehr zu sichern. Denn letztlich geht es dem Bildungsministerium einzig und allein darum, dass die Universität Kiel ein Trostpflaster bekommen soll, weil die Realschullehrerausbildung von dort nach Flensburg verlagert wird. Das dürfen wir nicht akzeptieren.“


Die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage von Anke Spoorendonk zur „Zukunft der Berufsschullehrerausbildung an der Universität Flensburg“ finden Sie im Internet hier
 
 

Weitere Artikel

Pressemitteilung · Lars Harms · 05.05.2021 Unambitioniert und anspruchslos

Zum heutigen Beschluss der Jamaika-Fraktionen im Innenausschuss zum TOP 3 IntTeilhG erklärt der innenpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Lars Harms:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Jette Waldinger-Thiering · 05.05.2021 Corona-Programm für Kinder und Jugendliche kommt keinen Tag zu früh

Zum Corona-Aufholprogramm des Bundes für Kinder und Jugendliche äußern sich die bildungspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Jette Waldinger Thiering, und der sozialpolitische Sprecher, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Lars Harms · 05.05.2021 Sprachkompetenz in Behörden: Der SSW hakt nach

Seit 2016 dürfen Bürgerinnen und Bürger in ihren Minderheiten- und Regionalsprachen mit Behörden des Landes kommunizieren. Doch wie viele Behörden beherrschen eigentlich diese Sprachen um Anfragen entsprechend beantworten zu können?

Weiterlesen