Pressemitteilung · 03.01.2005 Neue Demonstrationen auf Eiderstedt sind unsinnig

Die Demonstrationen gegen den Vertragsnaturschutz auf Eiderstedt sind nach Auffassung des SSW-Landtagsabgeordneten Lars Harms „unsinnig“. „Die Natur­schutz­maßnahmen sind auf Betriebe begrenzt, die diese freiwillig durchführen, sie sind durch Vertrag zeitlich befristet und nach Vertragsende gibt es keinerlei weitere Auflagen. Deshalb macht es keinen Sinn, gegen diese Maßnahmen Sturm zu laufen“, sagt der nordfriesische Landtagsabgeordnete nach einem Informa­tions­­besuch in einem der sechs Modell-Betriebe für den Vertragsnaturschutz.

„Das Vertragsnaturschutzprojekt auf Eiderstedt ist Naturschutz wie er sein soll. In Absprache mit den Menschen vor Ort werden ganz gezielt bestimmte Tierarten ge­schützt und gleichzeitig wird die traditionelle Art der Fennenwirtschaft auf Eiderstedt erhalten. Damit werden neben dem reinen Naturschutz auch kultur­historische Aspekte der Landschaft auf Eiderstedt berücksichtigt. Diese ganzheitliche Sichtweise ist sowohl im Sinne der Landwirtschaft wie auch des Tourismus, von dem ein Grossteil der Menschen auf Eiderstedt lebt“, sagt der nordfriesische Landtags­abgeordnete.

Kern der neuen Art des Vertragsnaturschutzes ist, dass die betroffenen Betriebe ihre gesamte Grünlandfläche in den Vertragsnaturschutz einbringen und je nach dem wie stark die Auflagen für die einzelnen Teilflächen sind, erhält der Landwirt dann gestaffelte Zuschüsse. Dabei werden die durchzuführenden Maßnahmen genau auf die vorher vereinbarten Ziele abgestimmt.

„Wichtig ist, dass die betroffenen Landeigentümer, sofern es sich um Pacht­flächen handelt, mit einbezogen werden. Dies ist bei den sechs Demonstrations­projekten der Fall. Alle Verpächter haben sich einverstanden erklärt, ihre Flächen mit in das Programm aufzunehmen. Daher braucht sich niemand Sorgen machen, dass hier den Menschen etwas übergestülpt wird. Die Maßnahmen, die stattfinden, beschränken sich auf den jeweiligen Betrieb, Nachbarflächen bleiben völlig unberührt. Die Naturschutzmaßnahmen sind auch durch Vertrag zeitlich befristet und nach Vertragsende gibt es keinerlei weitere Auflagen. Deshalb sind die Demonstrationen gegen diese Vertragsnaturschutzmaßnahmen auch unsinnig.

Der SSW hat immer einen Naturschutz gefordert, der gemeinsam mit den Menschen vor Ort durchgeführt wird. Das Modellprojekt zeigt, wie dieses gemacht werden kann. Deshalb freut es uns, dass sich sechs Betriebe dieser Herausforderung stellen und neue Wege im Naturschutz suchen. Ich kann jedem nur empfehlen sich vor Ort darüber aufklären zu lassen“, sagt Lars Harms nach seinem Besuch auf dem Bauernhof von Monika und Redlef Volquardsen in Tetenbüll.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · Sybilla Nitsch · 02.09.2026 Ein Mensch wurde gegen eine Gerichtsentscheidung außer Landes gebracht

Der Kreis Herzogtum Lauenburg hat heute im Innen- und Rechtsausschuss bestätigt, dass ein türkischer Staatsbürger abgeschoben wurde, obwohl das Verwaltungsgericht die Abschiebung mit einem Hängebeschluss untersagt hatte. Hierzu erklärt die innenpolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Sybilla Nitsch · 02.09.2026 Ein noch schlechteres Bahnangebot darf keine Option sein

Schleswig-Holstein unterstützt gemeinsam mit den anderen Bundesländern eine Klage gegen die neuen Trassenpreise im Schienenverkehr. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen warnt heute in den Kieler Nachrichten davor, dass ohne eine Lösung durch den Bund Zugverbindungen gekürzt werden könnten. Hierzu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 02.09.2026 SSW will Klarheit über Lebensmittelüberwachung

Wie gut ist die Lebensmittelüberwachung in Schleswig-Holstein personell aufgestellt? Wie häufig werden Betriebe tatsächlich kontrolliert? Und wie transparent sind die Ergebnisse? Mit einer Großen Anfrage nimmt die SSW-Landtagsfraktion die Lebensmittelkontrolle im Land umfassend unter die Lupe. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen