Pressemitteilung · 15.12.2015 SSW begrüßt Prüfung weiterer Zusammenarbeit im Strafvollzug

Zur anstehenden Prüfung einer Kooperation Schleswig-Holsteins und Hamburgs im Jugend- und im Frauenvollzug erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Die von Justizministerin Anke Spoorendonk initiierte Kooperation mit Hamburg bei der Sicherungsverwahrung klappt hervorragend und ist eine win-win-Situation für beide Länder.

Insofern macht es Sinn zu prüfen, ob die gute Zusammenarbeit nicht auf andere Vollzugsbereiche ausgeweitet werden kann, wo Inhaftierte und die beiden Länder hiervon ebenfalls profitieren können.

Im Jugendvollzug und im Frauenvollzug könnte dies durchaus Sinn machen, denn in beiden Bereichen sind die Belegungszahlen rückläufig – was einerseits ein gutes Zeichen ist, es andererseits aber zunehmend schwieriger gestaltet, adäquate Angebote für diese Zielgruppen

vorzuhalten. Denn eine große Ausbildungswerkstatt kann natürlich nur betrieben werden, wenn sie auch entsprechend ausgelastet ist.

Die von Kritikern geäußerte Befürchtung, eine Zusammenlegung des Frauenvollzugs in Hamburg Billwerder sowie des Jugendvollzugs in Neumünster und Schleswig würde den Familien der Inhaftierten lange Wege aufbürden, ist in sich nicht logisch. So kann der Weg nach Lübeck, je nach Wohnort, natürlich auch weiter entfernt sein als Hamburg Billwerder.

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