Pressemitteilung · 01.09.2005 Zusammenlegung der Amtsverwaltungen Friedrichstadt und Stapelholm ist unrealistisch

Der SSW lehnt eine Zusammenlegung der Amtsverwaltungen Friedrichstadt und Stapelholm ab. „Es ist unrealistisch zu glauben, dass dies vernünftig funktionieren kann“, sagt der SSW-Abgeordnete Lars Harms. Er hat soeben die Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage (Drs. 16/204) zur „Zusammenlegung von Ämtern und Amtsverwaltungen über Kreisgrenzen hinweg“ erhalten.

„Aus der Antwort der Landesregierung wird deutlich, dass die geplante Zusammenlegung nicht funktionieren wird. Zum einen gibt die Regierung zu, dass eine Durchführung der Verwaltungsgeschäfte eines Amtes durch ein anderes Amt nur zu begrenzten Effizienzsteigerungen führt und deshalb auch von der Landesregierung nicht angestrebt wird. Zum anderen ist eine Ämterfusion über Kreisgrenzen hinweg nach gegenwärtiger Rechtslage nicht möglich; ob die Große Koalition die entsprechenden Gesetze ändert steht noch in den Sternen. Die Landesregierung muss hier in die Hufe kommen, und endlich klar sagen, was sie will. Die Ämter müssen wissen auf welcher Grundlage sie planen sollen.

Noch gravierender ist die Frage, zu welchem Kreis ein neues Amt aus der Zusammenlegung der Ämter Friedrichstadt und Stapelholm dann gehören soll? Hier geht die Landesregierung davon aus, dass eine mögliche Änderung von Kreisgrenzen maßgeblich von der Einschätzung der Selbstverwaltungsgremien unter anderem der Kreise abhängt.  Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Kreis Nordfriesland oder Schleswig-Flensburg bereit sind, auf ein Teil ihres Kreisgebietes zu verzichten. Der SSW fordert daher die betroffenen Ämter auf, nach realistischen Lösungen innerhalb der Kreisgrenzen zu suchen“, so der nordfriesische Abgeordnete Harms.


Weitere Artikel

Rede · Christian Dirschauer · 18.06.2026 Gehörlosen Menschen endlich Anerkennung geben!

„Als Minderheitenpartei wissen wir, was es bedeutet, wenn Menschen übersehen werden. Wir wissen, wie wichtig es ist, dass nicht immer nur diejenigen berücksichtigt werden, die ihre Interessen am schrillsten vertreten. Und vielleicht fällt uns deshalb besonders deutlich auf, wenn diejenigen vergessen werden, die keine große Lobby haben. Für mich ist das Gehörlosengeld deshalb weit mehr als eine finanzielle Leistung. Es ist ein Zeichen des Respekts. “

Weiterlesen

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 22.06.2026 Lasse Petersdotter hat die politische Debatte im Land mitgeprägt

Zum angekündigten Rückzug des Vorsitzenden der Grünen-Landtagsfraktion, Lasse Petersdotter, zum Ende der Legislaturperiode erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Rede · Sybilla Nitsch · 19.06.2026 Demokratie weiterentwickeln!

„Es geht es darum, unsere Demokratie zu schützen, zu verbessern, gleichsam weiterzuentwickeln wie zu bewahren.“

Weiterlesen