Pressemitteilung · Lars Harms · 13.02.2019 Blanker Populismus

Zur Debatte um ein Vollverschleierungsverbot erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Wenn die CAU ihr Hausrecht anwendet, um das Tragen von Burka und Niqab in ihren Einrichtungen zu untersagen, dann ist dies zunächst einmal ihr gutes Recht. Unabhängig von der Frage, ob die Entscheidung im gesellschaftlichen Diskurs als zielführend oder überzogen bewertet wird. 
Dass nun aber die Bildungsministerin vorprescht, um ein entsprechendes Verbot auch in den Schulen zu erzwingen, ist billiger Populismus. Denn Jamaika will damit ein Problem lösen, das gar nicht existiert. An keiner einzigen unserer über 800 Schulen hat es Schwierigkeiten mit Vollverschleierung gegeben, die einer politischen Intervention bedürfen. Das Ganze erinnert arg an frühere Scheindebatten über Schweinefleisch-Pflicht und Abschiebe-TV. Sind wir wirklich schon wieder an diesem Punkt angekommen?
Statt Phantomdebatten zu führen sollte die Landesregierung lieber dafür sorgen, dass die Schulpflicht für alle Kinder im Land gilt. Dass viele Heimkinder in Schleswig-Holstein um ihr Recht auf Bildung kämpfen müssen, nur weil ihre Eltern in einem anderen Bundesland wohnen, ist nämlich ein ganz reelles Problem. Im Gegensatz zu der symbolpolitischen Sau, die Jamaika heute durchs Dorf getrieben hat.

Weitere Artikel

Rede · Lars Harms · 26.03.2021 Wir brauchen gerechte Ausgleichszahlungen in allen Bereichen

„Fairness sollte nicht nur auf dem Spielfeld gelebt werden, sondern eben auch von Seiten des Staates.“

Weiterlesen

Rede · Lars Harms · 26.03.2021 Der Notausschuss sichert parlamentarische Handlungsfähigkeit in Katastrophenlagen

„Der Notausschuss kommt nur dann in Frage, wenn wir eine Katastrophenlage oder eine Pandemie haben, der Landtag seine Beschlussfähigkeit nicht herstellen kann und der Notausschuss mit 2/3 seiner Mitglieder die Notlage feststellt. Damit sind die Hürden extrem hoch.“

Weiterlesen
Lars Harms am Meer

Rede · Lars Harms · 25.03.2021 Jüdisches Leben gehörte und gehört zu Schleswig-Holstein

„Veranstaltungen, Aktionen und Maßnahmen mobilisieren Solidarität und erhöhen die Sichtbarkeit und Selbstverständlichkeit jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein.“

Weiterlesen